Schottland

Schottland: Wilde Romantik und sagenhafte Kultur

Schottland ist immer eine Reise wert – denn kaum an einem anderen Fleck dieser Welt gibt es so viele verschiedene natürliche und kulturell tradierte Highlights zu entdecken wie hier. Für die Bewohner Schottlands selbst gibt es dabei ebenso viel Spannendes zu entdecken, wie für Touristen. Auch sie lieben es, die natürlichen Gegenbeheiten, die abwechslungsreicher nicht sein könnten, bei ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen zu entdecken und dabei auch tief in die Geschichte des Landes einzutauchen. Natürlich erschließen sich diese sagenhaften Landschaften und die nicht selten blutige Geschichte des Landes auch den Touristen, für die es in Schottland so unfassbar vieles zu entdecken gibt. Um möglichst viele Eindrücke von einer Reise mitzubringen, lohnt es sich in jedem Fall, sich einer Rundreise durch Schottland anzuschließen, bei der viele der sehenswertesten Stationen besucht werden. Im Folgenden findet man eine umfassende Übersicht darüber, was Schottland zu bieten hat.

Die wichtigsten Landesdaten:

Hauptstadt: Edinburgh

Staatsform: Konstitutionell-parlamentarische Monarchie

Staatsoberhaupt: Königin Elisabeth II.

Regierungschef: Primeminister Alex Salmond

Fläche: 78.772 qkm

Einwohnerzahl: ca. 5,2 Millionen

Währung: Pfund Sterling

Amtssprache: Englisch, Scots, Schottisch-Gälisch

Zeitzone: UTC + 0, Sommerzeit: UTC + 1

Telefonvorwahl: +44

Das Klima in Schottland:

Das Wetter in Schottland ist sehr unbeständig und kann häufig sehr nass ausfallen. Die Durchschnittsttemperatur liegt im Sommer immer bei etwa 18° C, wobei die Spitzentemperaturen sich (in seltenen Fällen) auf über 30° C belaufen können. Im gesamten Land ist es aufgrund der nördlichen Lage kühler als in England oder in Kontinentaleuropa, wobei der Westen aufgrund der Lage am Golfstrom wärmer ist als der Osten des Landes. Die regenreichste Region des Landes sind die Wester Highlands, hier fallen bis zu 3.000 mm Niederschlag pro Jahr. Zu Schneefall kommt es im Winter nur in den Höhenlagen des Landes, ansonsten ist Schnee relativ selten.

Die Geografie des Landes

Schottland bildet mit einer Fläche von mehr als 78.000 qkm das nördliche Drittel von Großbritannien. Das Land kann grob in drei Regionen unterteilt werden: Die Southern Uplands, die Central Lowlands und die Highlands im Nordwesten des Landes. Die Bezeichnungen der Regionen lassen auf die jeweilige geografische Struktur des Landesbereichs schließen. Der höchste Berg des Landes – bzw. sogar ganz Großbritanniens – ist der Ben Nevis mit einer Höhe von 1344 Metern. An der Ostküste des Landes liegt die Nordsee, an der Westküste der Atlantik. Im Atlantik um vor der Nordwestküste Schottlands liegen die Hebriden, die in Äußere – und Innere Hebriden untergliedert werden. Ganz im Norden des Landes liegen die Orkney Inseln. Einer der bedeutendsten Flüsse Schottlands ist der Tweed. Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem auf die Landesmitte, die bevölkerungsstärkste Stadt ist Glasgow, gefolgt von Edinburgh. Weitere wichtige Städte sind Aberdeen, Dundee, Paisley, East Kilbride, Livingston, Hamilton, Cumbernauld und Inverness.

Die Geschichte Schottlands

Schottland ist ein sehr geschichtsträchtiger Staat, der bereits sehr früh seine Unabhängigkeit erlangte – im Jahr 843. Die Geschichte, die man noch heute anhand von sagenhaften Monumenten und historischen Zeugnissen verfolgen kann, reicht jedoch viel weiter zurück. Ab ca. 10.000 v. Chr. begann die Einwanderung und damit die Ansiedlung mesolithischer Jäger und Sammler, die das Gebiet via eine Landbrücke erreichten. Diese Landbrücke wurde durch den Meeresanstieg nach dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher überschwemmt. Ab ca. 4500 v. Chr. begannen auch neolithische Bauern im heutigen Schottland zu siedeln.

43 n. Chr. waren es dann die Römer, die in Schottland einmarschierten. In diesem Jahr eroberte Kaiser Claudius zunächst Südbritannien, fast 40 Jahre später versuchten die Römer mehrmals das heutige Schottland zu erobern – jedoch vergebens. Der Hadrianswall (Bauzeit zwischen 122 und 128 n. Chr. zwischen den Mündungen von Tyne und Solway), der bis heute besichtigt werden kann, markierte die Nordgrenze Römisch-Britanniens. Erst im Jahr 400 verschwanden die Römer aus Britannien.

503 begannen die Skoten (irische Kelten) damit, den Westen Schottlands zu besiedeln. Mehr als 300 Jahr später, im Jahr 843, war es Kenneth MacAlpin, der die Skoten und die Pikten vereinte – Schottland war zu einer eigenen Nation geworden. Bis 1057 sollte die keltische Monarchie währen – bis zu dem Zeitpunkt, zu dem MacBeth von Malcolm III. getötet wurde. Malcolm ließ verstärkt einen englischen Einfluss auf Schottland zu, 1296 wurde das Land sogar von England, unter dem König Eduard I., annektiert – doch diese Annektierung sollte nicht allzu lange währen.

1297 schon besiegte einer der schottischen Nationalhelden, William Wallace („Braveheart“), die englischen Truppen in der Schlacht von Stirling Bridge. 1314 schlugen die Schotten unter Robert the Bruce die Engländer erneut – in der Schlacht von Bannockburn. 1320 akzeptierte Papst Johannes XXII. die Erklärung von Arborath, damit war Schottland endgültig unabhängig von England.

1603 wurde jedoch Maria Stuarts Sohn Jakob VI. von Schottland als Jakob I. König von England – damit wurden die beiden Kronen vereint, obwohl beide Länder separate Königreiche unter einem gemeinsamen König blieben – die Fehde zwischen Schottland und England sollte damit jedoch noch nicht endgültig beigelegt sein. Denn 1692 kam es auf Anordnung der englischen Regierung zum Massaker von Glencoe, bei dem 78 Angehörige des MacDonald Clans ums Leben kamen. Bis heute ist dieses Ereignis tief im Nationalbewusstsein der Schotten verankert.

1707 vereinten sich Schottland und England mit dem Act of Union formal zum Königreich Großbritannien, damit löste Schottland das eigene Parlament auf, um Abgeordnete ins englische Parlament von Westminster zu entsenden.

1746 fand der letzte schottische Aufstand statt, der in der Schlacht bei Culloden blutig niedergeschlagen wurde.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann man damit, die Kleinbauern zu vertreiben, um die Schafzucht voranzutreiben. 1820 setzte die Industrielle Revolution auch in Schottland ein.

Seit 1975 ist Schottland ein Erdöl förderndes Land, das seine Ölreserven aus der Nordsee bezieht.

1997 fand ein weiteres, wichtiges historisches Ereignis für Schottland statt: Die schottische Bevölkerung stimmte dafür, wieder ein eigenes Parlament zu bekommen, dem begrenzte Kompetenzen im Vereinigten Königreich zugeteilt werden sollten. Seit 1999 besteht das schottische Parlament, das sich um innerschottische Angelegenheiten kümmert, nun. Im Zuge dessen kommen auch immer wieder neue Uanghängigkeitsbestrebungen, die für 2014 geplant werden, auf. Die Mehrheit der Bevölkerung spricht sich derzeit jedoch gegen eine vollständige Unabhängigkeit Schottlands vom Vereinigten Königreich aus.

Tourismus in Schottland

Schottland ist ein sehr beliebtes touristisches Ziel, das allerhand zu bieten hat. Sowohl Naturliebhaber als auch Kosmopoliten auf der Suche nach urbanen Abenteuer kommen hier voll auf ihre Kosten. Wer schon immer mal einen Urlaub in malerischen und abgeschiedenen Landschaften verbringen wollte, der ist hier genau an der richtigen Adresse. Die Highlands laden dazu ein, ausgedehnte Wanderungen zu unternehmen und atemberaubende Aussichten zu genießen. Die Küsten hingegen sind ideal für lange Strandspaziergänge geeignet, je nach Region gestalten sie sich eher schroff und felsig oder sanft. Auch die Moore können hautnah erlebt werden – ebenfalls bei einer Wanderung oder einem Spaziergang durch Wälder und zu einem der zahlreichen Wasserfälle. Die Moore lieferten einigen Schriftsteller bereits Stoff für ihre Romane und Geschichten. Ebenfalls unverzichtbar für Naturliebhaber sind natürlich die riesigen Seen in Schottland, wie etwa der sagenumwobene Loch Ness.

Auf der Suche nach Geschichte und modernem Vergnügen sind es jedoch die Städte, die eine ideal Symbiose aus beidem bilden. So kann man zum Beispiel in Edinburgh viele historische Eindrücke sammeln etwa den Arthur‘s Seat erklimmen. Im neuen Stadtkern hingegen geht es turbulent zu, hier kann man nach Herzenslust shoppen, sich kulinarischen Gaumenfreuden hingeben oder die quirlige Atmosphäre in einem der zahlreichen Pubs und Cafés aufsaugen.

Unverzichtbare Hotspots

Wer Schottland besucht, der kommt an einigen Highlights und Hotspots nicht vorbei, die erst dazu führen, dass die Reise wirklich komplett und perfekt ist. Einer der berühmtesten Orte, der von Touristen und auch von Einheimischen hoch frequentiert wird, ist der sagenumwobene Loch Ness. Die Uferregion lädt zum Spazieren und Entdecken ein und bietet die Möglichkeit, die Seele baumeln zu lassen. Noch spannender ist jedoch eine Bootsfahrt über den See – denn hier haben Besucher mit etwas Glück die Möglichkeit, einen Blick auf das Seeungeheuer, das die Schotten liebevoll „Nessie“ nennen, zu erhaschen. Allerdings ist seine Existenz bis heute nicht belegt – Nessie ist dennoch zu einer wahren Legende geworden.

Zu den weiteren Hotspots, die man besuchen sollte, zählen natürlich auch die Städte Edinburgh und Glasgow. Während Edinburgh die Hauptstadt Schottlands ist, ist Glasgow die größte Stadt und die der meisten Einwohner. Edinburgh lädt dazu ein, auch eine historische Seite kennenzulernen und nicht nur in die Geschichte, sondern auch in Sagen und Mythen einzutauchen. In Glasgow pulsiert hingegen das Leben, viele Studenten wohnen, leben und feiern in der Stadt. Wer das volle Leben aufsaugen möchte, dem seien die urbanen Hotspots per Se empfohlen: In den Pubs geht es nicht nur ausgelassen zu, man hat auch Gelegenheit, sich mit Einheimischen zu unterhalten und so den ein oder anderen Geheimtipp für ein unvergessliches Erlebnis zu erfahren. Aber Achtung: In Schottland wird häufig noch Gälisch gesprochen, eine Sprache, die nicht immer leicht zu verstehen ist…

Die Highlands

Die Highlands kommen nahezu jedem sehr schnell in den Sinn, der an Schottland denkt – immerhin machen sie auch einen großen Teil der Staatsfläche aus. Sie sind ein Gebirge, das im Norden des Landes liegt und sich deutlich von den südlichen Lowlands abhebt. Die Trennlinie zwischen Low- und Highlands verläuft von Ardmore durch den Süden des Loch Lomonds bis hinauf nach Stonehaven an der Nordsee – wobei die Verwaltungseinheit Highland nur zum Teil auch den geografischen Highlands entspricht.

Die Highlands selbst können in zwei Gebiete unterteilt werden – die Northwest Highlands und die Grampian Mountains. Diese Unterteilung folgt dabei einer natürlichen Linie, nämlich dem tektonischen Graben des Great Glen, entlang dessen sich viele verschiedene Seen befinden, unter anderem auch der berühmte Loch Ness. Im südlichen Teil der Highlands, den Grampian Mountains, liegt zudem der höchste Berg Großbritannien, der Ben Nevis mit 1344 Metern Höhe.

Das Landschaftsbild der Highlands ist von den so genannten „Highland Clearances“ (1762-1884) geprägt, mit der die Bauern und quasi die gesamte Bevölkerung vertrieben werden sollte, um Platz für die Schafzucht zu schaffen. In Folge dieser Clearances ist das Landschaftsbild bis heute von weiten, unbesiedelten Flächen mit karger Vegetation geprägt.

Die Highlander

Die Highlander sind aufgrund von zwei kulturellen Gegebenheiten weltweit berühmt: Der Clans mit ihren Kilts und des Whiskys. Im Gegensatz zu den Lowlands war der Einfluss der Engländer seinerzeit auf die Highlands geringer. So konnten die Traditionen der Bewohner sich hier stärker entwickeln und ausprägen. Vor allem die verschiedenen Clas prägen ihre ganz eigenen Traditionen in ihren eigenen Reihen. So zeigt jeder Clan seine Zugehörigkeit nach außen zum Beispiel mit dem Kilt, der mit einem jeweils eigenen Tartan versehen wird. Als Tartan wird dabei das berühmte „Schottenkaro“ korrekt bezeichnet. Auch Musik und Tanz spielen eine große Rolle. Zu typischer Dudelsackmusik tanzen die Clans ihre ganz eigenen Tänze, zum Beispiel um den Frühling Willkommen zu heißen. Diese Traditionen der Highlander werden auch heute noch von schottischen Auswanderern, zum Beispiel in Kanada und den USA, und natürlich in den Highlands selbst gepflegt.

Ebenfalls von großer kultureller Bedeutung für die Highlander und deren Status in der Welt ist der Whisky. Der Großteil aller bekannten schottischen Whiskysorten stammt aus den Highlands. Die einzelnen Whisky-Regionen werden dabei in Northern, Western, Southern und Eastern Highlands unterteilt. Auch Speyside ist eine wichtige Whisky-Region, die geografisch zwar zu den Highlands zählt, aus Sicht der Whisky-Produktion jedoch gesondert betrachtet wird.

Besonders eindrucksvoll zeigen die Highlander ihre Traditionen bei den Highland Games oder den Highland Gatherings, die von Mai bis Oktober an bis zu 100 Orten in Schottland ausgetragen werden. Hierbei stehen Musik und verschiedene Wettbewerbe im Vordergrund. Der wahrscheinlich bekannteste Contest ist dabei das Baumstammwerfen („Caber toss“ oder „Tossing the Caber“).

Große Schlachten in Schottland

Die größten Schlachten in der schottischen Geschichte waren die Schlacht von Stirling Bridge, die Schlacht bei Culloden und die Schlacht von Bannockburn.

Die Schlacht von Stirling Bridge fand im Zuge der schottischen Unabhängigkeitskriege statt. Am 11. September 1297 siegten die schottischen Truppen schließlich unter Andrew de Mory und William Wallace, während die Engländer eine vernichtende Niederlage erleiden mussten – trotz ihrer großen zahlenmäßigen Überlegenheit, ihrer größeren Kampferfahrung und ihrer besseren Ausstattung hinsichtlich der eingesetzten Waffen. Auf der Seite der Schotten war jedoch das sumpfige Land – und schließlich der Einbruch der Stirling Bridge, über die die Engländer angreifen wollten.

Die Schlacht von Bannockburn am 23. und 24. Juni 1314 war dann eine der wichtigsten – und entscheidenden – Schlachten in den viele Jahrzehnte währenden Schottischen Unabhängigkeitskriegen. Auch bei dieser Schlacht war das englische Heer weitaus stärker als das schottische, doch Robert the Bruce konnte sein Heer durch das Sumpfland zum Triumph führen. Nach der Schlacht blieben Angriffe der Engländer erst einmal aus, zur eigentlichen Unabhängigkeit Schottlands kam es jedoch erst sechs Jahre später, 1320.

Die Schlacht von Culloden schließlich war die letzte auf britischem Boden, die sich zudem tief im Bewusstsein der Landesbewohner verankerte. Auf grausame Art führte Wilhelm August von Cumberland englische Regierungstruppen an, um aufständische Jakobiten niederzuschlagen. Die Engländer konnten siegreich aus dieser Schlacht hervorgehen – jedoch nicht ruhmreich, denn viele der Besiegten wurden noch auf dem Schlachtfeld exekutiert. Die Schlacht fand am 16. April 1746 auf dem Culloden Moor in der Nähe von Inverness statt. Die Schotten mussten bei dieser Schlacht 1.250 Gefallene, 1.000 Verwundete und 558 Gefangene verbuchen – und das bei einem insgesamt nur 5.400 Mann starken Heer.

Berühmte schottische Schauspieler

Bis heute hat Schottland einige wichtige kulturell prägende Sachverhalte und Dinge hervorgebracht. Zu den Menschen von modernerer kultureller Bedeutung zählen dabei zum Beispiel schottische Schauspieler, die nicht nur im Land, sondern auch international große Erfolge feiern dürfen. Zu diesen Schauspielen zählen zum Beispiel Ewan McGregor, Gerard Butler, Sean Connery, Tilda Swinton, James McAvoy oder auch Kelly Macdonald.

Ewan McGregor wurde in Crieff, Perthshire, geboren und ist nicht nur Schauspieler, sondern auch Sänger. Zunächst arbeitete er am Perth Repertory Theatre, um dann nach London zu gehen und seine Ausbildung zu verbessern. Mit Trainspotting gelang ihm der Durchbruch, zudem spielte er unter anderem in Velvet Goldmine, Star Wars (Episode I-II), Moulin Rouge, Big Fish, Illuminati, Lachsfischen im Jemen und in zahlreichen weiteren Produktionen mit.

Gerard Butler wurde in Glasgow geboren und wuchs in Paisley auf, seine Schauspielkarriere begann jedoch in London. Er spielte unter anderem in James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie, Die Herrschaft des Feuers, 300, P.S. Ich liebe dich, Gesetz der Rache und der Kautions-Cop mit.

Sean Connery wurde 1930 in Edinburgh geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. In den 1950er Jahren war er zunächst als Bodybuilder tätig, Erfolge in diesem Bereich bescherten ihm auch erste Film-Engagements. Seinen Durchbruch schaffte Connery, der 2000 von der Queen zum Ritter geschlagen wurde, als erster James Bond-Darsteller in den frühen 1960er Jahren. Neben mehren Bond-Filmen spielte Sie Sean Connery unter anderem in Der Name der Rose, Dragonheart, Mit Schirm, Charme und Melone, Highlander und in Die Liga der Außergewöhnlichen Gentleman mit.

Tilda Swinton wurde zwar in London geboren, entstammt jedoch einem der ältesten schottischen Clans. Nach dem Studium spielte Swinton kurzzeitig für die Royal Shakespeare Company, ihre erste Filmrolle hatte sie 1986. Swinton spielt auch aufgrund ihres außergewöhnlichen Erscheinungsbilds oftmals in Independent-Produktionen sowie Transgender-Rollen. Zu ihren bekanntesten Filmproduktionen zählen unter anderem Die Chroniken von Narnia, Vanilla Sky, Constantine, Der seltsame Fall des Benjamin Button oder auch Moonrise Kingdom.

Kelly Macdonald wurde in Glasgow geboren und konnte ihren Durchbruch wie Ewan McGregor mit Trainspotting feiern. Des weiteren spielte sie in Filmen wie Eine zauberhafte Nanny, No Country for Old Men und Harry Potter: Die Heiligtümer des Todes, Teil 2 mit.

James McAvoy wurde ebenfalls in Glasgow geboren und spielte zunächst in Theaterproduktionen mit, ehe er mit Serienrollen und schließlich durch seine Teilnahme am Film Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia den Durchbruch in der Filmbranche schaffte. Des weiteren spielte er unter anderem in Abbitte, Geliebte Jane, Wanted oder auch X-Men: Erste Entscheidung mit.

Schottische Bands

Auch die Musikszene ist wichtiger Teil der schottischen Kultur, der sich international verbreiten konnte und großen Anklang findet. Heute sind es besonders Bands der Indie-, Alternative- und Rockszene, die europa- und sogar weltweit große Erfolge feiern können.

Zu den Vorreitern der modernen schottischen Musikszene zählten in den 1980ern und 1990ern unter anderem die Simple Minds, Wet Wet Wet, Nazareth und Texas. Franz Ferdinand waren es dann, die der schottischen New-Wave-Bewegung mehr Aufmerksamkeit zuteil werden ließen. Heute zählen unter anderem Travis, Mogwai, Snow Patrol, The View, Belle and Sebastian, Amy MacDonald und Glasvegas zu den bekanntesten schottischen Musikern. Große internationale Bedeutung erlange zudem Mark Knopfler, der ebenfalls aus Schottland stammt und mit den Dire Straits bekannt wurde.

Die schottische Pub-Kultur

Andernorts spricht man von Popkultur, in Schottland kann man getrost von einer Pub-Kultur sprechen. Pubs, die traditionellen Kneipen, gehören einfach zum sozialen Leben in Schottland dazu. Während man in den großen Städten häufig auf Pubs trifft, die ein besonders breites und vor allem touristisches Publikum ansprechen wollen, sind die Kneipen in den ländlicheren Gegenden um einiges uriger. Klassischerweise trifft man hier auf gemütliche Holzvertäfelungen und herzliche Menschen.

Als Tourist sollte man auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen und einen Pub besuchen, der etwas abseits des Mainstream liegt, zum Beispiel in den kleineren Dörfern. Dort trifft man Einheimische, die sich gerne bei einem kräftigen Bier in ein Gespräch verwickeln lassen und von ihrer Heimat erzählen. Neben dem Bier erhält man hier natürlich auch meist gleich mehrere der berühmten Whisky Sorten. Nicht selten sitzt man mit bei Livemusik und mit lieben Freunden zusammen, um einen feuchtfröhlichen und ausgelassenen Abend zu verbringen. Geselligkeit wird in Schottland groß geschrieben und meist einem Abend vor dem heimischen Fernseher vorgezogen.

Hotels in Schottland

Selbstverständlich kann man in Schottland – insbesondere in den größeren Städten wie etwa Edinburgh und Glasgow – in einem Hotel wohnen. International vertreten Hotelketten betrieben auch hier Häuser. Wer Schottland jedoch etwas privater und heimeliger kennenlernen möchte, der sollte in einer Pension oder einem kleine Bed & Breakfast übernachten. Gerade in den Vororten oder den ländlichen Regionen werden diese Übernachtungsgelegenheiten oft von Familien betrieben, die sich rühren um ihre Gäste kümmern.

Egal, ob man in Schottland in einem Hotel oder einer Pension übernachtet, in jedem Fall sollte man von einem kontinentalen Frühstück absehen und lieber ein reichhaltiges schottisches Frühstück mit Toast, Speck und vielen anderen Leckereien einnehmen. Es mag gewöhnungsbedürftig sein – doch man wird es sehr schnell lieben, ebenso wie die Teekultur, die hier jedoch weniger stark vertreten ist als in England.