Äußere Hebriden

Die Äußeren Hebriden – eine Inselgruppe vor Schottland

Die Outer Hebrides – oder: Die Äußeren Hebriden – bilden gemeinsam mit den Inneren Hebriden die großflächige Inselgruppe der Hebriden. Sie liegen im Atlantischen Ozean vor der Nordwestküste Schottlands. Insgesamt erstrecken sich die Äußeren Hebriden über eine Fläche von mehr als 3.000 Quadratkilometern und über eine Länge von mehr als 200 Kilometern. Vom Festland aus muss man 60 Kilometer weit reisen, um zu dieser Inselkette zu gelangen. Je nach Zielinsel dauert die Überfahrt ca. zwei Stunden, gegebenenfalls auch länger. Südöstlich der Äußeren Hebriden liegen die Inneren Hebriden, beide Inselketten werden durch verschiedene Meerengen, darunter zum Beispiel die „Little Minch“ getrennt. Die Hauptstadt der Äußeren Hebriden ist Stornoway auf der Insel Lewis, politisch gehört die Inselgruppe zur Unitary Authority.

Die Inseln der Äußeren Hebriden

Die Äußeren Hebriden umfassen eine Vielzahl an bewohnten und unbewohnten Inseln unterschiedlichster Größe. Zu den bewohnten Inseln zählen dabei Lewis and Harris, Great Bernera, Scalpay, Barra, Vatersay sowie die Inselgruppe Uist (mit den Inseln North- und South Uist, Berneray, Grimsay, Benbecula und Eriksay). Zu den größeren unbewohnten Inseln, die den Äußeren Hebriden in den unterschiedlichen Himmelsrichtungen vorgelagert sind, zählen die Monach Islands, die Flannan Isles, St. Kilda, Rockall, die Shiant Isles, Sula Sgeír, North Rona sowie viele weitere, sehr kleine unbewohnte Eilande.

Die kleineren der bewohnten Inseln können über Autobrücken und Straßendämme von den größeren Inseln aus erreicht werden. Insgesamt spricht man bei den Äußeren Hebriden von drei bewohnten Inselgruppen, die mit Autofähren untereinander verbunden sind. Die Fähren setzen mehrmals täglich über. Zudem kann man von Oban, der Insel Skye und Ullapool aus zur Inselgruppe übersetze. Eine Rundreise zwischen verschiedenen Inseln ist durchaus lohnenswert, denn alle bestechen mit einer sagenhaften Natur und teils mit einer wilden Romantik, wie man sie nur in ursprünglich belassenen Gebieten finden kann. Ein Spaziergang an den schroffen Küsten und den malerischen Stränden entlang bedeutet hier Entspannung pur – und das Abseits jeglicher Hektik.

Wissenswertes zu den Äußeren Hebriden

Aus wirtschaftlicher Sicht sind Fisch- und Krabbenfang sowie die Schafzucht für die Bewohner der Äußeren Hebriden von großer Bedeutung, auch der Tourismus spielt eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus wird der Harris Tweed (nicht nur auf Harris, sondern auch auf Lewis) hier produziert. Die meisten der Inselbewohner sprechen untereinander Gälisch – auch viele der Straßenschilder weisen den Weg in dieser alten Sprache aus. Die Äußeren Hebriden sind also der ideale Ort, um mit dem Gälischen in Kontakt zu kommen.

Ebenfalls wissenswert: Auf den nördlichen Insel wird Sonntags Sabbat gefeiert, deshalb findet kein öffentliches Leben an diesen Tagen statt, es bestehen keine Fährverbindungen zu diesen Inseln an Sonntagen.