Forth Bridge

Die Forth Bridge – Meisterwerk der Ingenieurkunst

Die Forth Bridge führt über die Mündung des Flusses Forth („Firth of Forth“) in Schottland. Sie ist die wichtigste Verbindung zwischen den Low- und Highlands und verbindet Edinburgh mit der Halbinsel Fife. Die Forth Bridge zählt aufgrund ihrer außergewöhnlichen Architektur und ihrer anspruchsvollen Bauweise bis heute zu den monumentalsten Sehenswürdigkeiten Schottlands und zu den wichtigsten Brücken weltweit. Auf nahezu jeder Busreise oder geführten Rundreise wird sie überquert, um den Mitreisenden einen sagenhaften Ausblick auf das Umland und natürlich auf die Brücke selbst zu gewähren. Insgesamt ist die Forth Bridge, die zwischen South – und North Queensferry liegt, 2,5 Kilometer lang. Sie wurde 1890 fertiggestellt und kostete die – zu dieser Zeit – Rekordsumme von 3,2 Millionen Britischen Pfund. Unter Berücksichtigung der Entwicklung der Währung würde das heute 235 Millionen Pfund entsprechen.

Die Geschichte der Forth Bridge

Bereits 1879 begannen Arbeiter damit, nach den Plänen von Thomas Bouch eine Eisenbahnbrücke an dieser Stelle zu errichten. Als jedoch Ende des Jahres eine Brücke bei Dundee, die der Ingenieur ebenfalls entworfen hatte, einstürzte, wurden die Arbeiten zunächst eingestellt. 1883 wurden sie dann schließlich unter den Ingenieuren Sir John Fowler und Benjamin Baker wieder aufgenommen. Die beiden hatte eine Brücke konstruiert, die den Eisenbahn-Fahrgästen auch bereits optisch ein Gefühl von Sicherheit vermitteln sollte. 1890 wurde die Forth Bridge schließlich fertiggestellt.

Die Forth Bridge besteht aus 3 jeweils 110 Meter hohen rautenförmigen Fachwerkträgern, an die kleinere Viadukte angeschlossen worden sind. Zum Bau der Brücke wurden 54.000 Tonnen Stahl und 6,5 Millionen Nieten sowie Granit zum steinernen Unterbau verwendet. 5.000 Menschen waren an diesem Bauprojekt beteiligt, 57 ließen ihr Leben dabei.

Historische Rekorde und Einflüsse der Forth Bridge

Als die Forth Bridge eröffnet wurde, war sie weltweit die Brücke mit der größten Spannweite. Diesen Rekord sollte sie knapp 30 Jahre lang innehaben, ehe sie von der Québec-Brücke, für deren Bau sie Vorbild war, abgelöst wurde. Darüber hinaus soll die Brücke Gustave Eiffel grundlegend zum Bau des Eiffel-Turms inspiriert haben und ihm entsprechende grundlegende Einsichten und Erkenntnisse geliefert haben. Rein aus konstruktionstechnischer Sicht hatte sich die Forth Bridge so sehr bewährt, dass ihre Konstruktion sich vor allem angesichts der Größenordnung weltweit hätte durchsetzen können. Allerdings überwarfen andere Ingenieure beim Bau anderer Brücken dieses sichere Baukonstrukt – einfach deshalb, weil die Baukosten enorm hoch lagen.

Bis heute ist die Brücke jedoch ein Meisterwerk der Architektur und des Ingenieurwesens, die nicht nur von Fachkundigen, sondern auch von den Einheimischen und den Touristen, die aus aller Welt hier hin reisen, sehr bewundert wird.