Isle of Iona

Die Isle of Iona in den Inneren Hebriden

Die Isle of Iona – oder Insel Iona – liegt in den Inneren Hebriden im Nordatlantik. Sehr abgeschieden und klein verzaubert sie Isle of Iona dennoch immer wieder aufs Neue alle Besucher, die sich hier einfinden. Die Insel ist nur knapp 9 Quadratkilometer groß, hier wohnen lediglich etwas mehr als 100 Einwohner, die meisten davon im Hauptort der Insel Baile Mór. Die höchste Erhebung der Insel mit 100 Meter über dem Meeresspiegel ist Dùn Ì. Besucher und Einwohner schätzen die ruhige Lage und die faszinierenden Strände der Isle of Iona gleichermaßen.

Von Schottland aus zur Isle of Iona

Die Isle of Iona liegt nur 1,6 Kilometer westlich der Insel Mull in den Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands. Wer die Insel besuchen möchte, muss zunächst nach Mull reisen. Von hier aus, genauer gesagt von Fionnphort, setzt eine Fähre zur Isle of Iona über, die Überfahrt dauert nur zehn Minuten.

Hinweis: Wer zu Gast auf Iona ist, der muss ein Auto auf Mull oder dem Festland zurücklassen. Der Autoverkehr ist hier nur den Bewohnern der Insel freigegeben. Diesen Umstand sollte man jedoch als Vorteil betrachten, denn vor allem zu Fuß hat man Gelegenheit, die herrliche Insel in all ihrer Pracht und aus nächster Nähe zu erkunden.

Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Isle of Iona

Bereits in der Stein- und Bronzezeit war die Insel besiedelt. Heute ist der kleine Grabhügel Blàr Buidhe, in unmittelbarer Nähe von Baile Mòr, ein Zeugnis dieser Zeit, er ist ca. 3.000 Jahre alt. Auf der Westseite der Isle of Iona kann zudem ein Ringwall der Eisenzeit besichtigt werden.

563 gründete Columban auf Iona eine Kloster, von hier aus verbreitete sich schließlich das Christentum nach Schottland und England, allerdings erst in einer frühchristlichen Form – der Keltischen Kirche. Das Book of Kells, das heute als einer der kostbarsten Kulturschätze überhaupt gilt, soll auf Iona verfasst worden sein. Mehrere Jahrhunderte lang galt die Isle of Iona als Heilige Stätte, hier wurden viele Könige begraben, der letzte war Macbeth. Heute zeugen noch einige Steinkreuze von dieser Zeit.

Darüber hinaus kann heute auch noch ein Steinbruch besichtigt werden, in dem im 19. Jahrhundert grüner Marmor abgetragen wurde. Auch Theodor Fontane zeigte sich bei einem Besuch der Insel Iona 1858 sehr begeistert von der Natur und Geschichte dieses Ortes. Er beschrieb Iona in seinem Buch „Jenseits von Tweed“.

Trotz ihrer geringen Größe ist Iona ein ganz besonderer Ort, der gerne in Busreisen und Rundreisen durch Schottland integriert wird. Die Natur hier zieht in ihren Bann, die Strände laden zum Spazieren und Träumen ein, während zahlreiche Kulturgüter die Entwicklung des Christentums in Europa bezeugen.