Loch Ness

Die Sagen und Mythen des Loch Ness

Als „Loch“ werden in Schottland Seen bezeichnet – der berühmteste, wenn auch nicht größte See, ist dabei der Loch Ness, der im Gebiet Great Glen und in den schottischen Highlands liegt. Von Inverness, der Hauptstadt der Highlands, erreicht man den Loch Ness auf einer Busreise oder Rundreise in ca. 20 Minuten. Der See umfasst eine Wasseroberfläche von mehr als 56 Quadratkilometern und ist damit der zweitgrößte nach dem Loch Lomond. Er ist 37 Kilometer lang, jedoch nur maximal 1,5 Kilometer breit. Dieses Merkmal ist typisch für einen solchen See, denn der Loch Ness ist bereits in der Eiszeit durch einen Gletscher entstanden. An seiner tiefsten Stelle reicht der Loch 230 Meter in die Tiefe.

Der Loch Ness: Ein natürliches Paradies

Der Loch Ness und seine Ufer bieten herrliche Gelegenheiten, seine Freizeit in einer faszinierenden Natur zu verbringen. Am Ufer entlang und durch die Wälder kann hervorragend spaziert werden. Ortsansässige Betreiber bieten zudem Bootstouren über den See an – natürlich immer mit dem Ausblick darauf, vielleicht und mit etwas Glück einen Blick auf das Monster von Loch Ness erhaschen zu können. Dieses Seeungeheuer und die Sagen und Mythen, die sich um es ranken, haben den See zu einem der größten Touristenmagneten und einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Schottlands gemacht. Doch selbst dann, wenn das Ungeheuer nicht gesichtet werden kann, ist Loch Ness ein toller Ort, dessen Besuch sich immer lohnt. So weist der See beispielsweise ein sehr hohes und artenreiches Fischvorkommen auf. Vom Atlantik aus kommen Lachse im Herbst hierher, um zu Laichen. Schwimmen können in diesem Loch nur besonders Hartgesottene, denn selbst im Sommer ist das Wasser sehr kalt. Sehr beliebt unter Sportlern ist seit einigen Jahren jedoch der Loch Ness Marathon.

Das Ungeheuer von Loch Ness

Die Existenz des Seeungeheuers, das häufig als Seeschlange oder als eine Art prähistorisches Lebewesen beschrieben wird, beschäftigt die Schotten – und heute die ganze Welt – bereits seit Jahrhunderten. Eine erste Sichtung soll im 6. Jahrhundert erfolgt sein, die letze erst vor wenigen Jahren. „Nessie“, wie der Mythos von den Schotten liebevoll genannt wird, ist neben dem Yeti das wahrscheinlich bekannteste und gleichzeitig unerforschteste – wenn überhaupt existente – Tier dieser Welt. Dennoch ist Nessie der Grund, warum jährlich viele Interessierte und auch Forscher zum Loch Ness reisen. Bislang haben sich jedoch Videoaufzeichnungen oder vermeintliche Beweise meist als Irrtümer oder sogar Fälschungen herausgestellt. Es existieren unterschiedliche Theorien zum Monster von Loch Ness, so könnte es sich beispielsweise „nur“ um einen außerordentlich großen Fisch handeln. Die Existenz bleibt jedoch weiterhin ungeklärt – und eben das macht den besonderen Reiz von Loch Ness aus.