Stornoway

Stornoway – Das Herz der Äußeren Hebriden

Die Äußeren – zählen gemeinsam mit den Inneren Hebriden zur großen Inselgruppe der Hebriden, die ca. 60 Kilometer entfernt vor der Nordwest-Küste Schottlands im Atlantik liegt. Das symbolische Herz dieser großen Inselgruppe ist Stornoway, der Hauptort der Insel Lewis and Harris. Gleichzeitig ist Stornoway mit seinen ca. 8.000 Einwohner der größte Ort der Äußeren Hebriden. Auf dem Archipel spricht ein Großteil der Bevölkerung noch die alte Sprache Gälisch, so findet man auch die Bezeichnung Steòrnabhagh häufig als Stadtnamen.

Einblick in die Geschichte von Stornoway

Bereits im 9. Jahrhundert wurde das heutige Städtchen als Siedlung von den Wikingern gegründet. Sie nannten diesen Ort Stjórnavágr. „Stornoway“ ist dabei heute die phonetische Übersetzung dieses alten Namens aus der Zeit der Wikinger. Bereits vor 1.000 Jahren war Stornoway aufgrund seines Naturhafens und der damit einhergehenden guten Lage und den ausgezeichneten Anlagemöglichkeiten für Schiffe, äußert beliebt. Um das Jahr 1100 herum wurde der Ort dann mit einer Burg befestigt, um sich auch vor ungebetenen Eindringlingen schützen zu können. Erst mehr als 700 Jahre später, im 19. Jahrhundert, wurde Stornoway jedoch erst zu einem richtigen Industriezentrum. Der wirtschaftliche Fokus lag dabei auf der Fischerei von Heringen sowie auf deren Verarbeitung.

Zu den bekannten Persönlichkeiten, die der Ort hervorgebracht hat, zählen unter anderem der Entdecker Alexander MacKenzie, der Autor Ken MacLeod und der Schauspieler Hans Matheson. Wie sich an den Namen erkennen lässt, wird Stornoway – zumindest in Grundzügen – auch von der typisch schottischen Clan-Tradition geprägt. Ursache dafür ist die vergleichsweise nahe Lage zu den Highlands, von denen aus man zu den Äußeren Hebriden übersetzen kann.

Stornoway heute

Die Fischerei spielt hier bis heute eine bedeutende Rolle, insbesondere natürlich für die Wirtschaft des Ortes und der gesamten Insel Lewis and Harris. Darüber hinaus ist Stornoway heute eine Art verkehrstechnischer Knotenpunkt für die Äußeren Hebriden. So besteht eine Fährverbindung zum britischen Festland (genauer: nach Ullapool), die sowohl von den Einheimischen, als auch von den Touristen, die sich auf einer Busreise, einer Rundreise oder im Individualurlaub befinden, gerne genutzt wird. Auch ein Flughafen befindet sich im Stadtgebiet, zunächst wurde dieser jedoch in erster Linie zu militärischen Zwecken während des Zweiten Weltkriegs genutzt.

Stornoway ist ein Ort, der nicht allzu viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, sondern der ganz mit seinem Charme, seinen Gassen, seinem tollen Hafen und den kulinarischen Leckereien zu verzaubern weiß. Besucher sollten es nicht verpassen, fangfrischen und frisch zubereiteten Hering in einem der Hafenlokale zu bestellen.